2 Tage Kompakt-Seminar (Do. / Fr.)
HIRNLEISTUNGSTRAINING (nach ICF-Kriterien)
Aufmerksamkeit, Gedächtnis, exekutive Funktionen
Zielgruppe: Ergotherapeuten, Logopäden, Erzieher, Pädagogen, Pflegepersonal
Voraussetzung: keine
Kognitive Beeinträchtigungen und deren weit reichenden Folgen sind für den gesamten Rehabilitationsprozess oft von entscheidender Bedeutung. Durch ein meist inhomogenes Klientel, welches unterschiedlichste Zielsetzungen und dem entsprechenden therapeutischen Bedarf hat, sind ergeben sich viele Hindernisse, welche adäquaten Therapieplanung schwierig erscheinen lassen.
Das neuropsychologisch orientierte Hirnleistungstraining stellt hohe Anforderungen an die therapeutischen Kompetenzen. Denn weder handelt es sich um ein reines Bearbeiten von Zettel- und Stiftaufgaben, noch um das sture Absolvieren von noch so attraktiven Computerprogrammen.
Eine den heutigen Erfordernissen angepasste Kognitionstherapie verlangt viel therapeutisches Fingerspitzen-gefühl, die Anwendung der aktuellen Erkenntnisse der Lerntheorie und nicht zuletzt eine klientenzentrierte Methodik, wie sie besonders in der ICF zur Geltung gelangt. Neuere Modelle insbesondere aus der Aufmerksamkeits- und Gedächtnisforschung, sowie der Motivationspsychologie gehören ebenso ins Konzept, wie auch grundlegende Kenntnisse im Hinblick auf zentralnervöse Regulationsmechanismen.
Da im Seminar großer Wert auf eigene Falldarstellungen gelegt wir, ist es sehr erwünscht, dass Teilnehmer eigene Berichte und Videoaufzeichnungen von Behandlungen mitbringen und vorstellen.
Die so gewonnen Einblicke stellen eine der Praxis gerecht werdende Basis für eine im Therapie-Alltag anwendbare Vorgehensweise dar.
Inhalte:
- Theoretische und praktische Grundlagen zu Aufmerksamkeit, Exekutive Funktionen, Gedächtnis. Aktueller Stand der Forschung über lerntheoretische Erkenntnisse und deren Auswirkung im Alltag.
- Erkenntnisse aus der ICF und deren Auswirkungen auf die Therapieplanung
- Neurotraining nach Verena Schweizer
- Kennen lernen gängiger Testverfahren und deren Relevanz für die Therapiepraxis:
D2-Test, Qik-Test (mit Continous Performance Test), Standardisierte Link´sche Probe (SLT), Rivermead Behavioural Memory Test (RBMT), Minimental State Examination (MMSE)
- Adäquater Einsatz geeigneter Therapiemittel und Computerprogrammen (u.a. Rehacom von Hasomed und anderen)
16 LE = 16 Fortbildungspunkte
Methoden:
Unterrichtsgespräch, Rollenspiel in der Gruppe, Eigenerarbeitung, Diskussion, Powerpoint, Video
SEMINARLEITUNG:
Thomas Feiner, Ergotherapeut i.e.P. - Legasthenie Therapeut
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